Veranstaltungen
Begegnung, Disput, Agitation.
Filmabende, Konzerte, Lektürekreise und öffentliche Streitgespräche. Jeder Termin lässt sich fürs Programm aufklappen – wo vorhanden mit Poster und Anmeldung.
Vergangene Veranstaltungen
Vergangene Veranstaltungen
Laos hier und heute
07.Jul2026
Internationales · 19:00 Uhr
Laos hier und heute
Online · Per Videokonferenz
Wenn man über Südostasien spricht, stehen oft Vietnam, Thailand oder China im Mittelpunkt – Laos dagegen bleibt häufig im Hintergrund. Dabei ist die Geschichte dieses kleinen Landes ein faszinierendes Beispiel dafür, wie kleine Staaten zwischen großen Mächten geraten und dennoch ihre kulturelle Identität bewahren können.
Der Vortrag beleuchtet die Geschichte von Laos vom mittelalterlichen Königreich Lan Xang über die französische Kolonialzeit bis zum geheimen CIA-Krieg der 1960er und 70er Jahre – einem der intensivsten Bombardements der Weltgeschichte, dessen Folgen das Land bis heute spürt. Millionen nicht explodierter Streubomben liegen noch immer im Boden und fordern jährlich Todesopfer.
Seit der kommunistischen Machtübernahme 1975 regiert die Partei Pathet Lao das Land als Einparteienstaat. Politische Opposition ist kaum möglich, Presse- und Meinungsfreiheit stark eingeschränkt. Ab den 1980er Jahren wurden schrittweise marktwirtschaftliche Reformen eingeführt – kommunistische Kontrolle nach innen, wirtschaftliche Öffnung nach außen.
Heute ist China der dominante ausländische Einflussfaktor. Investitionen in Eisenbahnen, Staudämme und Bergbau bringen Infrastruktur, schaffen aber auch eine wachsende Schuldenlast. Kritiker sprechen von einer neuen Form wirtschaftlicher Abhängigkeit und ziehen Parallelen zur Kolonialzeit.
Doch Laos hat auch eine andere Seite: Die UNESCO-Welterbestadt Luang Prabang mit ihren Tempeln und dem morgendlichen Almosenritual der Mönche, die Hauptstadt Vientiane am Mekong, die Karstlandschaften rund um Vang Vieng – Laos begeistert mit einer Ursprünglichkeit, die anderswo in der Region kaum noch zu finden ist.
Der Vortrag lädt ein, dieses vielschichtige Land erstmal oder neu zu entdecken.
Jörg Lesser ist seit vielen Jahren in der Reisebranche tätig und hat langjährige Erfahrungen und viele persönliche Kontakte in der Region. Er kann somit ein ungeschminktes Bild der Lage geben, was über die Berichte in den Medien hinausgeht. Sein Vortrag versteht sich als erster Zugang in die Region.
Vortragender: Jörg Lesser
Barrierefreiheit im Alltag und im Beruf
28.Jun2026
Webinar · 19:00 Uhr
Barrierefreiheit im Alltag und im Beruf
Online · Per Videokonferenz
In diesem Vortrag nimmt Florian Wrobel euch mit in seine Welt. Florian wird uns aus seinem beruflichen und alltäglichen Leben berichten, uns einige Hilfsmittel zeigen und eure Fragen beantworten. Welche Hilfsmittel gibt es? Was unterscheidet sie und worauf kommt es im Alltag an?
Was kann im öffentlichen Raum besser werden und was ist schon gut?
10 Jahre Der KMC – Jubiläumskonzert
27.Jun2026
Konzert · 17:00 Uhr
10 Jahre Der KMC – Jubiläumskonzert
Kulturfabrik Moabit · Lehrter Str. 35 · 10557 Berlin
Der KMC feiert sein zehnjähriges Bestehen – und das mit Verstärkung aus dem europäischen Ausland: Zu Gast sind Or’Coro (Turin/IT) und hor 29 novembar (Wien/AT), gemeinsam mit dem Arbeiter*innenliederchor Kassel. Ein Abend voller politischer Liedkunst, internationaler Solidarität und kollektiver Stimmen.
Gefördert durch den Gründungsverein für eine zukünftige Stiftung der PARTEI, benannt nach T. Willibald Adorno e.V.

Energiewende als Kulturkampf? Eine quantitative Analyse von Energie- und Klimadiskursen in Talkshows
24.Jun2026
Webinar · 18:30 Uhr
Energiewende als Kulturkampf? Eine quantitative Analyse von Energie- und Klimadiskursen in Talkshows
Online · Per Videokonferenz
Energiewende und Klimathemen werden in der öffentlichen Debatte zunehmend kontrovers verhandelt – doch wie stark ist diese Auseinandersetzung tatsächlich durch Konfliktnarrative geprägt? Und in welchem Verhältnis stehen ideologische Rahmungen und evidenzbasierte Argumentationen?
In der Veranstaltung werden quantitative, KI-gestützte Analysen von Energie- und Klimadiskursen in deutschen Talkshows im Zeitraum von 2020 bis 2026 präsentiert. Auf Grundlage von Volltext-Transkripten wurden wiederkehrende Sprachmuster, thematische Schwerpunkte und diskursive Verschiebungen systematisch ausgewertet.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Narrative den Diskurs prägen – und ob die Energiewende vor allem als technisches Transformationsprojekt oder als gesellschaftlicher Konflikt verhandelt wird.
Die Ergebnisse werden zur Diskussion gestellt und mit dem Publikum im Hinblick auf ihre Bedeutung für Klimakommunikation und Energiewendedebatten reflektiert sowie gemeinsam Ansatzpunkte für die weitere Analyse entwickelt.
Vortragende: Lisa Bührmann & Louis Meier
Werkstattgespräch 4: Formalisierung vs. Subversion
22.Jun2026
Werkstattgespräch · 18:30 Uhr
Werkstattgespräch 4: Formalisierung vs. Subversion
Online · Per Videokonferenz
Organisationen, die wachsen, formalisieren sich. Es entstehen Zuständigkeiten, Verfahren, Hierarchien. Was als bewegliche, improvisierte Struktur begann, entwickelt dann Trägheit. Für die meisten Organisationen ist das ein notwendiger Reifeprozess. Für eine Satirepartei ist es eine existenzielle Bedrohung, denn: Sie lebt davon, die Formen politischer Ernsthaftigkeit zu unterlaufen. Was aber passiert, wenn die eigene Organisation dieselben Strukturen ausbildet, die sie verspottet? Wenn es Geschäftsordnungen, Kassenprüfer, Beschlusslagen und Satzungsdebatten gibt – nicht als Parodie, sondern als Realität?
Dieses Werkstattgespräch fragt, wo die Grenze liegt: Wieviel Struktur braucht eine Satirepartei, um handlungsfähig zu bleiben – und gibt es einen Punkt ab dem Struktur zum Selbstverrat wird? Gibt es Organisationsformen, die dem satirischen Impuls besser entsprechen als andere? Und ist der schleichende Ernst vielleicht nicht Verfall, sondern unvermeidliche Konsequenz „politischen Erfolgs“?
Vortragender: David Fuchs

Kein Land für Niemand – Filmscreening und Q&A
20.Jun2026
Filmvorführung · 20:00 Uhr
Kein Land für Niemand – Filmscreening und Q&A
Filmrauschpalast · Lehrter Straße 35 · 10557 Berlin
mit Jens P. Neumann von Sea-Eye e.V.
Wir zeigen anlässlich des alljährlichen Tages für Geflüchtete den Film „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ aus dem Jahre 2025 von Max Ahrens und Maik Lüdemann.
Der Film behandelt die Konsequenzen einer restriktiven europäischen und deutschen Migrationspolitik. Außerdem wird die gesellschaftliche und politische Dynamik einer zunehmenden Abschottungspolitik thematisiert.
Im Anschluss an den Film wird Jens P. Neumann Fragen beantworten und von seiner Arbeit berichten. Jens P. Neumann ist Aktivist und arbeitet als Campagner bei Sea-Eye e.V… Zuvor war er viele Jahre als Filmemacher, Labelbetreiber, Musikmanager und Produzent tätig und bewegte sich dabei an der Schnittstelle von Kultur, Medien und gesellschaftlichem Engagement. Heute entwickelt er Kampagnen, kreative Projekte und Kooperationen rund um Seenotrettung, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei verbindet er politische Kommunikation mit Storytelling, Popkultur und Aktivismus. Sein Antrieb ist die Überzeugung, dass gesellschaftlicher Wandel nicht allein durch Argumente entsteht, sondern vor allem durch Geschichten, Bilder und Begegnungen, die Menschen berühren und zum Handeln bewegen.
Die PARTEI Vs. Faschismus: warum Satire zur Revolution verpflichtet
10.Mai2026
Vortrag & Diskussion · 18:00 Uhr
Die PARTEI Vs. Faschismus: warum Satire zur Revolution verpflichtet
Kulturfabrik Moabit · Lehrter Str. 35 · 10557 Berlin
Trump, Putin, Fotzenfritz: Diese Demokratie ist am Ende, die Notwendigkeit einer Revolution offensichtlich. Doch anstatt der drohenden faschistischen Umwälzung mit einer „linken“ Utopie zu begegnen, die neoliberale Demokratie und den autoritären Staat zu kritisieren, verheddert sich die verängstigte gesellschaftliche Linke im Gemeinmachen mit dem Übel, dass es zu bekämpfen gilt. Der Abend bietet eine Bestandsaufnahme, Abrechnung und Revolutionsaufruf von Max Aschenbach, Bildender Künstler, Satiriker, Kommunalpolitiker von Weltrang, Revolutionär .
Anstatt die neoliberale Demokratie als das zu benennen, was sie ist – ein autoritärer Verwaltungsrahmen für Profite und Kontrolle – verheddert sich ein Großteil der gesellschaftlichen Linken in identitätspolitischer Stellvertreterdiskussion und reaktiver Moralkorrektur. Es fehlt an Strategie, an Utopie, an Mut zum Bruch. Der Abend mit Max Aschenbach ist daher keine wohltemperierte Analyse, sondern ein Manifest: eine schonungslose Bestandsaufnahme der politischen Ohnmacht, eine scharf geschliffene Abrechnung mit Anpassung und Lähmung – und letztlich ein zorniger, bildgewaltiger und vor allem notwendiger Aufruf zur Revolution!
Über den Vortragenden:
Max Aschenbach erlangte bundesweite Aufmerksamkeit durch seine pointierten Redebeiträge zum politischen Geschehen und gesellschaftlichen Debatten. Seine Wahlplakate und -spots für Die PARTEI erregen regelmäßig die Gemüter, Presse und Gerichte. 2019 lies er vom Dresdner Stadtrat den „Nazinotstand“ ausrufen – Die Meldung ging als „Nazi Emergency“ um die Welt. Aschenbach benutzt die politische Inszenierung solcher Beschlüsse und entlarvt sie als scheinheilig, da ihnen keine konkreten Taten folgten. So engagierte er sich z.B. dafür, dass Dresden „Sicherer Hafen“ wurde – ein Bekenntnis zur Aufnahme von Geflüchteten – um zwei Jahre später die entscheidend Stimme zu geben, den Beschluss wieder aufzuheben. In der scharfsinnigen satirischen Rede, zeigte er die Kluft zwischen symbolischer Politik und tatsächlichem Handeln auf. Aschenbachs Beiträge provozieren bewusst, um die Grenzen zwischen politischem Ernst und satirischer Kritik aufzulösen – stets mit dem Ziel, Diskursräume zu öffnen und gesellschaftliche Verantwortung einzufordern.

Werkstattgespräch 3: Inhalte und Programm – Wählerbedürfnis, Rechtfertigungsgrund und politische Vermittlung
21.Apr2026
Werkstattgespräch · 18:30 Uhr
Werkstattgespräch 3: Inhalte und Programm – Wählerbedürfnis, Rechtfertigungsgrund und politische Vermittlung
Online · Per Videokonferenz
Wahl- und Parteiprogramme sind wichtige Elemente der politischen Kommunikation und der inneren Selbstversicherung. Herkömmliche Parteien benutzen Programme, um ihre politische Positionen in eine erkennbare Form zu bringen. Sie bündeln Interessen, ordnen Prioritäten und machen sichtbar, wofür eine Partei stehen will. Programme sollen dabei nicht nur Forderungen sammeln, sondern Zusammenhänge herstellen: zwischen Werten, Zielen und konkreten Positionen. In diesem Sinn schaffen sie Orientierung nach außen und Verständigung nach innen. Über den tatsächlichen Wahrheitsgehalt und die Gültigkeit über den Wahltag hinaus kann dabei freilich gestritten werden.
Bei Satireparteien stellt sich diese Frage anders. Diese Parteien leben nicht zuerst von programmatischer Geschlossenheit, sondern von der satirischen Überzeichnung, Störung und Kritik an den Formen politischer Selbstdarstellung und Inhalt(slosigkeit). Gerade deshalb ist zu fragen, in welchem Umfang eine solche Partei überhaupt ein eigentliches Programm braucht und wie ein solches Programm überhaupt aussehen kann, ohne den Charakter der Partei zu verraten oder seine Funktion zu verlieren. Zudem ist die Orientierung an Werten darin immer schon prekär, es ist die Frage ob hier nur der Charakter der Überzeichnung wichtig ist, oder auch die dahinterliegende Aussage.
Dies Spannungsfeld zu beleuchten und zu diskutieren, inwiefern das Thema des Wahlprogrammes auch für eine Satirepartei gilt ist das Thema dieses Werkstattgespräches.
Vortragender: David Fuchs
Werkstattgespräch 2: Abwanderung und Widerspruch
31.Mär2026
Werkstattgespräch · 18:30 Uhr
Werkstattgespräch 2: Abwanderung und Widerspruch
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Wie kann eine Organisation, die vom Widerspruch lebt, am eigenen Widerspruch zerbrechen?
Organisationen brechen nicht nur an äußeren Gegnern zusammen, sondern oft daran, dass ihr inneres Prinzip auf Dauer nicht tragfähig ist. Bei Die PARTEI zeigt sich das besonders deutlich: Satire stiftet Aufmerksamkeit, aber nicht automatisch Zusammenhalt.
Eine Organisation zerbricht nicht erst dann, wenn sie formal auseinanderfällt. Sie zerbricht oft schon früher: dann nämlich, wenn Unzufriedenheit nicht mehr produktiv bearbeitet wird. Hirschmann beschreibt dafür zwei Grundreaktionen auf Enttäuschung: Abwanderung und Widerspruch. Abwanderung bedeutet, dass Mitglieder, Unterstützende oder Funktionstragende sich zurückziehen, austreten oder innerlich kündigen. Widerspruch bedeutet, dass sie Kritik äußern, Konflikte austragen und versuchen, die Organisation von innen zu verändern. Der entscheidende Punkt ist: Widerspruch ist zunächst ein Zeichen fortbestehender Bindung. Wer widerspricht, hat die Organisation noch nicht aufgegeben. Wer abwandert, verweigert ihr bereits diese Chance. Gerade deshalb ist Abwanderung für Organisationen oft gefährlicher als offener Streit. Denn der Streit macht Probleme sichtbar; die Abwanderung entzieht Menschen, Energie und Korrektiv. Am Beispiel von Die PARTEI lässt sich zeigen, wie eng beides zusammenhängt: Wo der Widerspruch nicht mehr bearbeitet werden kann oder nicht mehr ernst genommen wird, wird aus Kritik Rückzug. Und wo Abwanderung zunimmt, schrumpft auch der Raum für inneren Widerspruch.
Vortragender: David Fuchs
Fotzenkrieg: Von Menstruation zu Revolution in 3 Akten
22.Mär2026
Webinar · 19:30 Uhr
Fotzenkrieg: Von Menstruation zu Revolution in 3 Akten
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Alle maulen vom Krieg, die Fotzen singen „Heissassa! An Pimmel* um Pimmel* soll die Welt genesen.“ Dabei beginnt das eigentliche Massaker, das wusste der Nazihoden schon, in der heimischen Suppenküche. Vom ollen Marx als Arbeiterklasse misgendert, wetzt das putzende, pflegende, fickbare Futteral der Gesellschaft die Scheiden*: Ein Flüstern dringt durch die Frauen*häuser, schwillt an zum Gekeife. Ein hysterisches Gackern ertönt, ein Crescendo mit hohem cis-Anteil, das unaufhaltsam die Welt erobert:
Fotzenkrieg, Fotzenkrieg, Fotzenkrieg!
Fotzenkrieg ist die Revolution vom Beckenboden des Systems. Wider jede Führung und willkürlich gewalttätig erheben sich die Fotzen aus Jahrtausenden der Unterdrückung, Unterwäsche, Untermenschsein und fegen ein letztes Mal durch!
Vortragende: Lotte Brock
Urheberrecht und Onlinenutzung von Bildmaterial (Termin 2)
20.Mär2026
Webinar · 20:15 Uhr
Urheberrecht und Onlinenutzung von Bildmaterial (Termin 2)
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Ob Website, Social Media oder Newsletter – Bilder sind aus digitaler Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Doch was ist bei der Nutzung fremden und eigenen Bildmaterials erlaubt? Dieser Vortrag bietet eine Einführung in die Grundlagen des Urheberrechts mit besonderem Fokus auf die Onlineverwendung von Bildmaterial und die Verwendung fremden Bildmaterials. Die Teilnehmer sollen einen verständlichen Überblick über zentrale Begriffe wie Werk, Urheber, Nutzungsrechte und Lizenzen erhalten.
Vortragende: Dr. Sandra Schmitz-Berndt
Protest, Spaß oder Programm? Wer wählt Satireparteien? – Werkstattgespräch
18.Mär2026
Werkstattgespräch · 18:30 Uhr
Protest, Spaß oder Programm? Wer wählt Satireparteien? – Werkstattgespräch
Online · Per Videokonferenz
Wer wählt eigentlich eine Satirepartei – und was steckt dahinter? Geht es um Protest und Frust über das politische Establishment, um einen bewusst gesetzten Kommentar, um Enttäuschung über etablierte Angebote – oder einfach um ein anderes, spielerischeres Verständnis davon, wie Politik funktionieren (oder irritieren) kann?
Im Gespräch nähern wir uns diesen Fragen gemeinsam: Welche Motive bringen Menschen dazu, eine Satirepartei anzukreuzen? Welche Erfahrungen, Haltungen und Erwartungen stehen möglicherweise dahinter – und in welchen sozialen oder politischen Milieus ist das besonders plausibel? Gleichzeitig interessiert uns die andere Seite: Was bedeutet eine solche Wählerschaft für die Satirepartei selbst? Verändert sie ihr Selbstbild, ihren Umgang mit Öffentlichkeit und Medien, ihre Themenwahl oder ihre Strategie zwischen Spaß, Zuspitzung und politischer Wirksamkeit? Und welche Rolle nimmt eine Satirepartei damit im politischen Wettbewerb ein – als Ventil, als Korrektiv, als Störfaktor oder als ernstzunehmender Akteur?
Ziel ist nicht die eine richtige Erklärung, sondern ein gemeinsames Sortieren, Ergänzen und Weiterdenken.
Im Werkstattgespräch greifen wir aktuelle Themen und laufende Diskussionen im Gründungsverein für eine zukünftige Stiftung auf. Ein kurzes Impulsreferat eröffnet die Veranstaltung, anschließend werden Informationen zusammengetragen und in offener Runde Ideen, Perspektiven und Ansätze diskutiert. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.
Vortragender: David Fuchs
Urheberrecht und Onlinenutzung von Bildmaterial (Termin 1)
10.Mär2026
Webinar · 20:15 Uhr
Urheberrecht und Onlinenutzung von Bildmaterial (Termin 1)
Online · Per Videokonferenz
Ob Website, Social Media oder Newsletter – Bilder sind aus digitaler Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Doch was ist bei der Nutzung fremden und eigenen Bildmaterials erlaubt? Dieser Vortrag bietet eine Einführung in die Grundlagen des Urheberrechts mit besonderem Fokus auf die Onlineverwendung von Bildmaterial und die Verwendung fremden Bildmaterials. Die Teilnehmer sollen einen verständlichen Überblick über zentrale Begriffe wie Werk, Urheber, Nutzungsrechte und Lizenzen erhalten.
Vortragende: Dr. Sandra Schmitz-Berndt
Filmabend & Diskussion: Kein Land für niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes
03.Mär2026
Filmvorführung · 19:30 Uhr
Filmabend & Diskussion: Kein Land für niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes
Neues Maxim · Landshuter Allee 33 · München
Der Gründungsverein für eine zukünftige Stiftung der PARTEI benannt nach T. Willibald Adorno und Die PARTEI München laden ein zu einem gemeinsamen Filmabend mit anschließender Diskussion.
Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Kein Land für niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“, der sich kritisch mit deutscher und europäischer Migrationspolitik auseinandersetzt.
„Dieser Lockdown der Menschlichkeit muss beendet werden. Flucht ist kein Verbrechen. Und Migration ist eine zivilisatorische Notwendigkeit.“ – Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung
Mit dabei:
Infostand der Seapunks
Kartentausch mit Offen!
Im Anschluss an den Film findet eine Gesprächsrunde und ein offener Austausch statt mit:
Klara Schinnerl (Migrationsbeirat München)
Marie Burneleit (Stadträtin München)
Eintritt: frei. Einlass nach Erscheinen – Plätze sind begrenzt.
Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung.
Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine aufrüttelnde Reise. Die Dokumentation beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine andauernde humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz trifft, aber auch auf ziviles Engagement. Sie begleitet einen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, dokumentiert die katastrophale Lage aus der Luft und erzählt die Geschichten von Überlebenden, die trotz Gewalt und tödlicher Risiken den Weg nach Deutschland gefunden haben.
